Reiseprojekt Teneriffa

Betreuungskonzept

Der Betreuer bietet Reiseprojekte von begrenzter Dauer für Kinder und Jugendliche an, um diesen Raum zu schaffen grundsätzliche Fragen mit sich und ihrem Umfeld zu klären. Diese Reiseprojekte werden individuell je nach Alter, Problematik, Interessen und Konstitution geplant und durchgeführt. Als Basis für alle Reisen dient ein altes deutsches Feuerwehrauto. Das Feuerwehrauto dient als Unterkunft und Fortbewegungsmittel. Wanderung von mehreren Tagen bis Wochen mit Gepäck, inklusive Zelt sind in diesem Betreuungskonzept nicht ausgeschlossen und können bei Bedarf, von dem Fahrzeug aus geplant und vorbereitet werden. Die körperliche Bewegung ist ein zentraler Bestandteil dieser Maßnahme. Medien aus dem Feld derZirkuspädagogik und Erlebnispädagogik werden zum Einsatz kommen.
Erlebnispädagogik versteht sich hier im weiteren Sinne und beschreibt das zielgerichtete pädagogische Arbeiten durch den Einsatz eines „Erlebnisses“ als Medium. Dies kann individuell an den Jugendlichen angepasst werden und ist auch von diesem selber abhängig, welches Ereignis aus der jeweiligen Perspektive, ein Erlebnis darstellt.
Durch die körperliche Anstrengung und die Besinnung auf die elementaren Lebensbedürfnisse wird dem Jugendlichen zunächst die Möglichkeit gegeben Abstand von seiner momentanen problematischen Lebenssituation zu gewinnen. Im Anschluss wird dem Jugendlichen Zeit und Raum zum Nachdenken über seine Krisensituation gegeben und adäquate fachliche Unterstützung bei der Problemlösung angeboten.

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Reiseablauf und -inhalte

Das Feuerwehrauto hat weder eine eingebaute Küche, noch Dusche. Gekocht wird auf einem Campingkocher draußen oder der Kocher steht im „Werkzeugkoffer“ des Fahrzeugs und er wird von draußen bedient. Waschmöglichkeit bestehen durch Wasserkanister und öffentliche Duschen. Der Schlafplatz des Jugendlichen befindet sich im ehemaligen Werkzeugkoffer des Fahrzeugs oder auch in einem Zelt.
Stauraum und Schlafbereich des Jugendlichen sind durch eine Wand im Koffer unterteilt, sodass der Jugendlichen seinen eigenen Bereich hat. Der Schlafbereich des Betreuers befindet sich in der Fahrerkabine des alten Feuerwehrautos und ist räumlich vom Schlafbereich des Jugendlichen abgetrennt.
Bei Ankunft des Jugendlichen ist eine Eingewöhnungszeit angedacht. Hier soll Raum dafür sein, dass der Jugendliche und der Betreuer sich kennenlernen und der Jugendliche sich an das Leben in einem Feuerwehrauto gewöhnt. Dem Betreuer bietet dieser Zeitraum die Möglichkeit, die Interessen des Jugendlichen schon ein wenig einzuschätzen und ihm Vorschläge für die mögliche Reiseroute und Freizeitgestaltung mit den verschiedenen Möglichkeiten zu präsentieren. Gemeinsam wird dann der grobe Reiseverlauf mit Inhalten geplant. Die Reiseroute kann am Strand, in den Bergen, auf Campingplätzen und auf den verschiedenen Inseln verlaufen.
Medien könnten Slackline, Trickingline, Krafttraining, Wandern, Fahrradtour, Joggen, Akrobatik, Jonglage sein... Wenn Grundskills in der Jonglage bestehen und nach einer Zeit ein Vertrauensverhältnis besteht, ist auch je nach Jugendlichem ein Training in der Feuerjonglage / Feuerkunst möglich.

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Besonderheiten

Dem Betreuer ist es wichtig, dass der Jugendliche aus freiwilliger Motivation an dem Reiseprojekt teilnimmt. Dies beginnt mit der Entscheidung, dass er bei ihm nur aufgenommen wird, wenn er sein Einverständnis dafür gibt.
Im Laufe der Reise wird der Betreuuer mit dem Jugendlichen den genaueren Reiseverlauf gemeinsam planen. Die individuelle Route wird zusammen erarbeitet, da hier flexibel auf die unterschiedlichen Bedürfnisse eingegangen wird.
Im Alltag werden Aufgaben wie Lager sauber halten, Proviant kaufen, kochen, Wäsche waschen u.ä. gemeinsam besprochen und bewältigt. Dadurch kann der Jugendliche konkret seinen Beitrag leisten und seine Einflussnahme auf das Zusammenleben sowie Selbstwirksamkeit erfahren.
Die Anforderungen an den Jugendlichen werden so dosiert, dass er diese gemäß seiner Fähigkeiten bewältigen kann und ermutigt wird, sich auf Lernprozesse und neue Erfahrungsbereiche einzulassen. Durch den Umstand, dass mit einem deutschen Feuerwehrauto auf den kanarischen Inseln herumgefahren wird, werden sich automatisch Situationen ergeben, wie z.B. dass die spanische Feuerwehr anhält und total begeistert ist und die Menschen generell sehr offen reagieren und einen in ein Gespräch verwickeln. Durch solche und ähnliche Erlebnisse wird der Zugang zum
Gastland erleichtert.

In seinem Reiseprojekt nimmt der Betreuer keine Kinder/ Jugendliche auf, auf die
folgende Kriterien zutreffen:

  • Pyromanie oder Vorfälle mit Brandstiftung in der Biographie
  • Abhängigkeit von harten Drogen oder fehlende Bereitschaft zum Drogenverzicht
  • hohe Gewaltbereitschaft
  • starke körperliche Beeinträchtigungen

Betreuung

Der Betreuer (Jahrgang 1988) kam als 16-Jähriger als Hobby mit der Thematik Zirkus / Show in Kontakt. Mit 19 beruflich durch die Arbeit für einen Zauberer und Mentalisten, der unter anderem in der Show „the Next Uri Geller“ auftrat. Durch diese Zeit und durch seine mehrjährige Zeit mit seiner eigenen Firma im Bereich Zirkus (Akrobatik- Feuer-Show und der Zirkuspädagogik), konnte er nicht nur Praxis in den verschiedenen Disziplinen und dem pädagogischen Arbeiten, sondern auch viel Erfahrung im Reisen und einer Lebensstrukturierung auf das Notwendigste sammeln.
Dieser biografische Hintergrund hat seine unkonventionelle Lebensführung und Haltung geprägt, die er zielgerichtet pädagogisch in der ISE einsetzt, um Jugendliche zu erreichen, die durch das traditionelle Bild eines Pädagogen nicht mehr ausreichend erreichbar sind.
Er ist staatliche anerkannter Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge (katholische Hochschule Mainz) und hat sein Fachabitur im Zusammenhang einer Ausbildung zum Sozialassistenten absolviert. Im Rahmen seines Studiums besuchte er Weiterbildungen im Erlebnispädagogischen Bereich. Berufserfahrung sammelte er im Bereich Integrationshilfe, stationäre Unterbringung, unbegleitete minderjährige
Asylsuchende, Erziehungsbeistandschaft für das Jugendamt/ richterliche Weisung und Einzelfallhilfe im Ausland.
Der Betreuer liebt es, sich zu Bewegung und gerne lernt er auch immer wieder neues kennen. Hobbys, denen er dauerhaft nachgeht, sind Zirkus, Calisthenics (Kraftsport) und Kampfsport. Am Lagerfeuer oder zum Ausklingen lassen eines Tages spielt er auch gerne ab und zu Gitarre.

Betreuungsschwerpunkte

  • Reiseprojekte in 1:1 Betreuung.
  • Diese Reisen sind besonders geeignet für Gruppensprenger, Ausreißer oder junge Menschen in kurzfristigen Problemlagen.
  • Ebenso eignen sich diese Reisen für Kinder und Jugendliche, die eine Auszeit brauchen und/oder für einen zeitlich begrenzten Zeitraum zur Überbrückung einer Betreuung im Rahmen einer Einzelbetreuung benötigen, bis die geeignete Form einer dauerhaften Unterbringung gefunden ist.

Ort und Dauer

Das Reiseprojekt ist auf einen Jugendlichen ab 6 Jahren ausgerichtet.

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